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Tengelmann – Vorbild für Familienunternehmer?

Selbst große Familienunternehmen wie Tengelmann können auf unerwartete Ereignisse wie den Tod eines Gesellschafters schlecht vorbereitet sein. Dies kann negative Folgen für den Familienfrieden, den Fortbestand des Unternehmens und finanzielle Nachteile bedeuten. Nur eine rechtzeitige, ganzheitliche Vermögens- und Unternehmensnachfolge sorgt für einen sicheren Generationswechsel auf allen Ebenen.

Der Tengelmann Konzern gehört zu den größten Familienunternehmen des Landes. Rund 90.000 Mitarbeitende erwirtschaften einen Jahresumsatz von rd. 8 Milliarden Euro.

Am 6. März 2018 verstarb mit Erivan Haub im Alter von 85 Jahren einer der angesehensten Unternehmer des Landes.

Nur gut vier Wochen später, am Vormittag des 7. April 2018 begab sich einer seiner beiden Söhne, Karl-Erivan Haub (58) auf eine Ski-Trainingstour auf dem Zermatter Gletscher, von der er bekanntlich nicht zurückkehrte.

Inzwischen sind zwei Jahre vergangen, ohne dass der Unternehmer offiziell als verstorben gilt.

Die Folgen dieses unerwarteten Unglücks belasten die Familie und das Unternehmen bis heute, wie sein Bruder Christian Haub (55) dem Handelsblatt verriet.

An der Frage, wer die auf rund 450 Millionen Euro geschätzte Erbschaftsteuer zahlen soll, ist ein Familienstreit entstanden, der längst die Öffentlichkeit erreicht hat.

Nicht selten können Unternehmenserben die Erbschaftsteuer nicht aufbringen, da die vorhandene Liquidität hierzu nicht ausreicht. Denn meist ist das Vermögen von Familienunternehmen dort gebunden, wo es am sinnvollsten investiert ist – nämlich im Unternehmen. Denn: wer plant schon einen plötzlichen Erbfall?

Handelsblatt:

„Das heißt, Tengelmann hatte keinen Plan für den Fall, dass einem amtierenden Firmenchef etwas zustößt?“

Christian Haub:

„Sie müssen verstehen, dass wir gerade den Erbfall meines Vaters zu bewältigen hatten. Das Verschwinden meines Bruders kam plötzlich und unerwartet, und das haben wir auch noch nicht als Familie verarbeitet.“

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Die unternehmerische Leistung der Familie Haub ist herausragend. Und der Familie gebührt aufrichtiges Mitgefühl.

Dennoch bietet der öffentlich gewordene Teil dieses besonderen Nachlasses wertvollen Anschauungsunterricht für vermögende Familien. Denn als Estate Planner unterstütze ich meine Kunden dabei, auch für Unerwartetes vorzusorgen, um die Kontinuität des Familienunternehmens und den Erhalt des Vermögens zu sichern.

Was lernen wir also aus dem geschilderten Praxisfall?

  1. Der Tod kommt meist unerwartet. Wer ohne qualifizierte Nachfolgeplanung verstirbt, spielt fahrlässig mit dem Familienvermögen und schafft seinen Erben Probleme, die im Nachhinein oft nicht mehr lösbar sind
  2. Erbengemeinschaften sind keine Gesellschafterversammlungen. Es gibt kein Mehrheitsstimmrecht. Das heißt, entweder sind sich alle einig, oder eine einzige Person kann alle anderen blockieren
  3. Wer Betriebsvermögen vererbt, sollte dafür sorgen, dass keine Erbschaftsteuer anfällt. Kann dieses Ziel nicht erreicht werden, sollte Liquidität für die anfallende Erbschaftsteuer vorgehalten oder deren Finanzierung sichergestellt werden, um nicht die Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze zu gefährden
  4. Rechtssichere Vollmachten, wie eine notarielle Generalvollmacht, gehören in jeden Haushalt. Für unternehmerische Aufgaben, Verbindlichkeiten, sowie den digitalen Nachlass und Themen mit Auslandsbezug sind besondere Vollmachten erforderlich
  5. Mit einer Patientenverfügung sichert jeder Erwachsene seine Angehörigen ab, damit sie wissen, wie sie sich im Ernstfall gegenüber Ärzten und Kliniken bei der Behandlung verhalten sollen
  6. Alle Informationen, Vertretungsregelungen, Zugriffsrechte, Vollmachten und Dokumente, die zur Aufrechterhaltung und Fortführung des Betriebes benötigt werden, gehören zur betrieblichen Notfallplanung
  7. Wer minderjährige Erben hat, sollte diese durch geeignete Maßnahmen schützen. So wird vermieden, dass ein von Amts wegen bestellter, familienfremder Ergänzungspfleger die Vermögenssorge für die engsten Angehörigen übernimmt und so ungewollt Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen in Familie und Betrieb erhält
  8. Das Ehegattentestament („Berliner Testament“) ist auch in Unternehmerhaushalten oft zu finden. Oft führt der überlebende Ehepartner aber das Unternehmen nicht selbst fort. Ein anschließender Verkauf, eine Liquidation oder eine Übertragung an Kinder gefährdet dann die erbschaftsteuerliche Verschonung und führt zu unerwünschten Steuereffekten
  9. Die lebzeitige Gestaltung der Vermögens- und Unternehmensnachfolge ist zwar mit Kosten für Beratung und Strukturierung verbunden. Diese sind jedoch meist gering verglichen mit den hohen Kosten einer streitenden Erbengemeinschaft, bei der sich meist alle Beteiligten juristischen Beistand nehmen oder gar Gerichte bemühen
  10. Den zehnten und letzten Tipp überlasse ich Christian Haub (siehe Handelsblatt-Interview): „Hätten wir uns im Nachhinein auf ein solches Ereignis besser vorbereiten können? Ja, vermutlich.“

Sie sind auch erst 58 Jahre alt oder jünger, fahren gerne Ski, haben ein Motorrad, segeln oder (hier bitte Ihr Hobby einsetzen) und haben bis heute keinen Gedanken daran verschwendet, für Ihren Nachlass vorzusorgen?

Dann sind Sie nicht allein, wie unser prominentes Beispiel zeigt.

Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihr Vermögen den Generationswechsel meistert, ohne im Filter von Steuern und Anwaltsgebühren hängen zu bleiben oder einen Familienstreit auszulösen, dann helfe ich Ihnen gern auf dem Weg zu Ihrem Ziel.

Nutzen Sie unser GENAPLAN Leistungsversprechen mit Zufriedenheitsgarantie.

Ich freue ich mich auf den Kontakt mit Ihnen!

Herzliche Grüße

Ihr
Ralf Niederdränk

P.S.: GENAPLAN ist Nachfolge. Schlüsselfertig. Hier finden Sie unser GENAPLAN Video! Und kennen Sie schon unseren Newsletter GENAPLAN informativ? Informationen gibt es hier!

Bildnachweis: Fabio Grandis bei pixabay.com

Quellen: Handelsblatt, Ausgabe vom 25. Juni 2020 (https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/christian-haub-im-interview-tengelmann-chef-die-ungeklaerte-situation-belastet-das-unternehmen/25944710.html)

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